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Seminar „Suchhundearbeit unter Einfluss von Leichen- und Totgeruch“ vom 25. bis 27. September 2026

Seminar „Suchhundearbeit unter Einfluss von Leichen- und Totgeruch“ vom 25. bis 27. September 2026

Ein Wochenende auf höchstem fachlichem Niveau, außergewöhnliche Suchaufgaben und intensive Einblicke in eine Geruchswelt, die für Mensch und Hund besondere Herausforderungen bereithält: Vom 25. bis 27. September 2026 veranstalteten die Spürnasen Spezialeinheit das Seminar „Suchhundearbeit unter Einfluss von Leichen- und Totgeruch“ mit Seminarleiter Axel Hehl von „nose-for-work“.

Das Seminar richtete sich an erfahrene Mantrailer und Flächensucher, die mit ihren Hunden in Einsätze gehen und ihre Fähigkeiten in diesem besonderen Geruchsbereich weiterentwickeln möchten. Neben den Teams der Spürnasen Spezialeinheit und der Spürnasen Spezialeinheit Neckar-Fils konnten wir auch externe Teilnehmer der Tiersuche München Oberbayern e. V. sowie der Flächensucher der Rettungsstaffel Ostwürttemberg begrüßen.

Für alle Beteiligten wurde es zu einem außergewöhnlichen Wochenende, das fachlich forderte, neue Perspektiven eröffnete und die Zusammenarbeit zwischen Hund und Hundeführer auf eine ganz besondere Ebene brachte.

Wenn kleinste Signale plötzlich entscheidend werden

Wie reagiert ein Hund auf Leichen- und Totgeruch? Welche Veränderungen zeigt er in seinem Verhalten? Welche Signale sendet er – und erkennen wir als Hundeführer diese überhaupt?

Genau diesen Fragen widmeten sich die Teilnehmer gemeinsam mit Axel Hehl. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, seinen Hund wirklich lesen zu können.

Oft sind es nicht die offensichtlichen Verhaltensweisen, die den entscheidenden Hinweis liefern, sondern kleinste Veränderungen in Körpersprache, Suchverhalten oder Kommunikation. Die Teilnehmer lernten, diese Signale noch feiner wahrzunehmen, richtig einzuordnen und die individuelle Sprache ihres eigenen Hundes besser zu verstehen.

Besonders herausfordernd war dabei der Umgang mit Meideverhalten. Wie können wir unseren Hund in schwierigen Situationen unterstützen, ohne ihn dabei zu beeinflussen? Wie geben wir ihm die notwendige Sicherheit, damit er seine Aufgabe selbstständig und zielstrebig lösen kann?

Das Ziel war dabei immer dasselbe: gemeinsam als Team die Aufgabe zu lösen und schließlich den „toten Heinz“ zu finden.

Theorie trifft intensive Praxis

Bereits am Freitagabend erhielten die Teilnehmer einen umfangreichen und beeindruckenden Einblick in die theoretischen Grundlagen der Suchhundearbeit unter dem Einfluss von Leichen- und Totgeruch.

Axel Hehl vermittelte fundiertes Wissen und gab den Teams zahlreiche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der praktischen Sucharbeit mit auf den Weg. Dabei wurde schnell deutlich, wie komplex und faszinierend dieser Geruchsbereich ist.

Am Samstag ging es schließlich in die intensive Praxis.

Beobachten, analysieren, hinterfragen und anschließend gemeinsam reflektieren – genau darum ging es in den einzelnen Praxiseinheiten. Die Teilnehmer mussten lernen, ihre Hunde noch genauer zu beobachten und selbst kleinste Veränderungen wahrzunehmen. Dabei wurde immer wieder deutlich: Jeder Hund spricht seine eigene Sprache. 

Was bei einem Hund ein deutliches Signal darstellt, kann bei einem anderen nur als minimale Veränderung sichtbar werden. Für die Hundeführer bedeutete das, ihre Wahrnehmung zu schärfen und die individuellen Signale ihres eigenen Hundes immer besser zu verstehen.

Zwischen den einzelnen Suchsequenzen wurden die Beobachtungen gemeinsam in der Gruppe besprochen. Erfahrungen wurden ausgetauscht, Situationen analysiert und verschiedene Lösungsansätze diskutiert.

So entstand ein intensiver fachlicher Austausch, von dem alle Teams profitieren konnten.

Fachlicher Austausch auch abseits der Sucharbeit

Nach einem intensiven Praxistag durfte natürlich auch der persönliche Austausch nicht zu kurz kommen.

Bei einem gemeinsamen Abendessen konnten die Teilnehmer den Tag noch einmal Revue passieren lassen, Erfahrungen miteinander teilen und die Kennenlernrunde vom Vorabend weiter ausbauen.

Gerade dieser Austausch zwischen unterschiedlichen Teams und Staffeln machte das Seminar zu einem besonderen Erlebnis. Unterschiedliche Erfahrungen, Arbeitsweisen und Sichtweisen trafen aufeinander und ergänzten sich.

Der Sonntag: Die besondere Herausforderung

Am Sonntag wartete schließlich eine einzigartige und anspruchsvolle Suchaufgabe auf die Teilnehmer.

Jetzt galt es, das Wissen und die Erfahrungen der vergangenen beiden Tage miteinander zu verbinden und unter realistischen Bedingungen anzuwenden.

Die Aufgabe war knifflig und forderte die Teams auf besondere Weise. Beobachtungsgabe, Vertrauen in den eigenen Hund, das richtige Interpretieren kleinster Signale und eine gute Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund waren gefragt.

Für die Hundeführer hieß es, ruhig zu bleiben, genau hinzusehen und ihrem Hund die nötige Unterstützung zu geben – ohne ihm die Lösung vorwegzunehmen. Alle Teams lösten die gestellte Aufgabe zielstrebig und erfolgreich.

Am Ende stand für alle Teams die gemeinsame Abschlussreflexion. Die vergangenen drei Tage wurden noch einmal betrachtet, Erkenntnisse zusammengetragen und die wichtigsten Erfahrungen miteinander geteilt. Anschließend konnten die Teilnehmer ihre Seminarzertifikate entgegennehmen.

Ein Wochenende, das nachhaltig in Erinnerung bleibt

Das Seminar hat einmal mehr gezeigt, wie anspruchsvoll und gleichzeitig faszinierend die Arbeit von Suchhunden in diesem besonderen Geruchsbereich ist.

Es war ein Wochenende, das fachlich gefordert, emotional bewegt und vor allem eines vermittelt hat: Wie wichtig es ist, seinen Hund wirklich lesen zu können.

Die intensive Auseinandersetzung mit Leichen- und Totgeruch eröffnete den Teilnehmern Erfahrungen, die im normalen Trainingsalltag kaum gesammelt werden können. Die Möglichkeit, gemeinsam mit Axel Hehl in diese besondere Geruchswelt einzutauchen, ermöglichte es den Teams, ihre Wahrnehmung zu schärfen, neue Erkenntnisse zu gewinnen und ihre Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.

Für uns als Spürnasen Spezialeinheit war es deshalb ein ganz besonderes Wochenende – mit vielen intensiven Momenten, spannenden Erkenntnissen, großartigen Suchhunden und engagierten Hundeführern.

Ein herzliches Dankeschön

Unser besonderer Dank gilt Axel Hehl von „nose-for-work“ für seine fachliche Kompetenz, seine Erfahrung und die zahlreichen wertvollen Impulse, die er unseren Teams mitgegeben hat.

Ebenso bedanken wir uns herzlich bei dem Holzwerk Bullinger, das uns sein Firmengelände für dieses außergewöhnliche Seminar zur Verfügung gestellt hat.

Ohne euch wäre ein solches, fachlich anspruchsvolles und außergewöhnliches Seminarwochenende nicht möglich gewesen.

Und natürlich gilt unser Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern – für ihre Offenheit, ihren Einsatz, den intensiven Austausch und die Bereitschaft, gemeinsam mit ihren Hunden über das Gewohnte hinauszugehen.

Drei Tage voller Wissen, Praxis, Herausforderung und Teamarbeit liegen hinter uns. Drei Tage, die gezeigt haben, dass man seinen Hund nie wirklich „fertiggelesen“ hat – sondern immer noch genauer hinsehen, zuhören und lernen kann.

Spürnasen Spezialeinheit – gemeinsam suchen, gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen.